Vorsichtsmaßnahmen
Mechanische und elektrische Schutzmaßnahmen für Reedschalter beim Einsatz in Reedrelais und Reedsensorapplikationen
Viele Anwender von Reedschaltern verarbeiten die Bauteile im eigenen Hause, entweder zu Reedrelais oder Reedsensoren. Wir beschreiben hier zahlreiche prinzipielle Schutzmaßnahmen zur Gewährleistung eines zuverlässigen Betriebes der Reedschalter. Es hat sich unserer Erfahrung nach bewährt, diese zu berücksichtigen.
Die Bearbeitung und Modifizierung von Reedschaltern beinhaltet bei unsachgemäßer Durchführung einige Gefahren. Im Verhältnis zur Glaseinschmelzzone sind die Reedanschlüsse extrem lang. In der Einschmelzzone versucht man, ein ausgewogenes Spannungsverhältnis zwischen Glas und Metall zu erreichen. Dazu, aber auch zur Erreichung gewisser Lastdaten, ist eine entsprechende Drahtstärke notwendig. Das Bearbeiten ist dadurch nicht immer ganz einfach. Biegen und Schneiden von Reeschaltern muss deshalb mit absoluter Vorsicht und entsprechenden Maschinen erfolgen. Jegliche Glasabsprengungen oder Haarrisse an der Einschmelzzone sind en Zeichen für unsachgemäße Bearbeitung. Es können im Extremfall auch interne Absprengungen ohne äußere Anzeichen von Verletzung erfolgen. Ist dies geschehen, sind gravierende Einflüsse auf die Lebensdauer, die Hysterese (Verhältnis von Ein- und Ausschaltpunkt), den Einschalt- und Ausschaltbereich sowie den Kontaktwiderstand nicht auszuschließen.
Manche Hersteller für Reedschalter bieten einen Konfektionsservice an. Hier wird normalerweise mit fachmännischen Vorrichtungen und Maschinen gearbeitet, um diesen Stress für die Reedschalter zu verhindern. Sehr oft ist dieser Service der beste und preiswerteste Weg, auch wenn es im ersten Moment so nicht erscheinen mag.
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